Sonntag, 18. Mai 2014

Stuttgart hilft!

Dass ein einzelner wenig, aber viele zusammen Grosses bewirken können, zeigen gerade die Bosnier in Stuttgart. Seit gestern spenden sie Kleidung, Hygieneartikeln,  Lebensmitteln, um zu helfen, Mitte dieser Woche geht der erste LKW nach Bosnien. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die mitmachen und helfen wollen!
Stuttgart hilft Bosnien
Geldspenden

Freitag, 16. Mai 2014

...die Jahrhundertflut - wir müssen helfen!

http://images04.oe24.at/bos4.jpg/storySlideshow/143.401.939Bosnien ist in den vergangenen 48 Stunden mit den schwersten Regenfällen konfrontiert worden, die seit 1892 gemessen wurden. Nach Angaben der Hydrometeorologischen Anstalt in Sarajevo sind in einzelnen Regionen Nord- und Ostbosniens bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Der monatliche Durchschnitt würde die Hälfte davon ausmachen. 
Am schlimmsten war am Donnerstag die Situation am Fluss Bosna, der mit dem Wasserstand von knapp fünf Metern an einzelnen Stellen seinen Rekordpegel seit Jahren erreichte. Als schwierig wurde die Situation in den Städten Doboj und Maglaj beschrieben. Maglaj mit etwa 25.000 Einwohnern stand laut jüngsten Medienberichten vollkommen unter Wasser, in Erwartung der Evakuierung haben sich Stadteinwohner auf die Hausdächer gerettet.

Über Überschwemmungen und gesperrte Verkehrswege sowie Strom- und Wasserausfälle wurde auch aus anderen Ortschaften in der Region berichtet. Von der Regierung im größeren Landesteil, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation, wurde unterdessen die Ausrufung des Katastrophenzustands erwogen.


Schon am Mittwoch lag der Wasserstand des durch Sarajevo fließenden Miljacka lag sogar um 170 Zentimeter über dem Normalpegel. Von einer Überschwemmung bedroht war die unter Österreich-Ungarn 1898 errichtete einstige Holzbrücke (Drveniji most), die inzwischen eine Betonkonstruktion hat. In mehreren Stadtvierteln kam es zu Stromausfällen. Überschwemmt wurden auch Industrieanlagen.

Auf dem Gebiet von Tuzla standen am Mittwoch 40 Hektar Ackerland unter Wasser. Hochwassergefahr wurde unterdessen auch aus Westserbien vermeldet. Schwere Regenfälle werden in den nächsten zwei Tagen weiterhin erwartet.


Sadake e.V. aus München hat bereits Mitarbeiter vor Ort, die sich einen Überblick verschaffen und helfen. Wer spenden will, hat hier die Möglichkeit: Jeder Euro hilft!

Mittwoch, 30. April 2014

Grenze - ein Dokumentarfilm

  


Granica ist eine überaus interessante Doku, in der junge Bosniaken, Serben, Kroaten von ihrem Leben in der bosnischen Föderation und der RS erzählen. Unter ihnen auch der Musiker und fester Bestandteil der Balkan HipHop-Szene, Adnan Hamidovic, besser bekannt als Frenkie. Die Doku wurde inspiriert von Frenkies Lied "Brief an Milan"

 

In diesem Brief an Milan, einem Friedensaktivisten aus Belgrad gibt es keinen moralischen Zeigefinger, geht es nicht um Massengräber und auf welcher Seite es mehr Opfer gab. Frenkie fordert ein Gespräch, einen Dialog, eine Auseinandersetzung mit dem was passiert ist.  Es geht nicht darum, wieder "zusammen Weihnachten und Bajram zu feiern", sondern gemeinsam einen Weg zu finden, den Teufelskreis zu durchbrechen, damit es nicht wieder zum Krieg kommt.

Knapp 20 Jahre nach Kriegsende ist der Weg vor uns noch lang und alles andere als einfach, Doch mit jedem Gedanken, mit jeder Idee wie dieser, räumen Menschen wie Frenkie, die sie umsetzen, Stein für Stein den Weg frei!


Mittwoch, 9. April 2014

worüber in diesen Tagen schreiben?


worüber in diesen Tagen schreiben, da sich seit dem 5. April die traurigsten Momente der blutdurchtränkten Geschichte Bosniens jähren?  22 Jahre ist es her, dass an jenem schwarzen 5. April die 34jährige Suada Dilberović, Beamtin und die 24jährige Medizinstudentin Olga Sučić starben, als sie für den Frieden auf die Strasse gingen. Und wie immer, wenn ich von den Unschuldigen rede, die ihr Leben, wegen der Machtgeilheit gestörter, nationalistischer Psychopathen,verloren haben,  sage ich auch an dieser Stelle: Ich hoffe, ihr Tod war nicht umsonst, mögen ihre Seelen Ruhe finden und ihr Tod uns als Mahnung vor dem Vergessen dienen!

Samstag, 5. April 2014

RIP Anja Niedringhaus

Eine Frau bricht im Juli 1993 an einer Wasserausgabestelle in Sarajevo in Tränen aus. Sie hat gerade nach stundenlangem Warten erfahren, dass es kein Trinkwasser gibt
1993, als die Welt wegsah, von dem was in Bosnien passierte, sah sie hin - und fotografierte.
Ich masse mir an dieser Stelle keinen Nachruf an, hier ein paar interessante Links, die Bilder sagen mehr, als ich es je könnte: 
"Keiner würde sagen: Hör auf damit!"  
wenn ich es nicht fotografiere wird es nicht bekannt 
Bilder der getöteten Fotografin Anja Niedringhaus 
"Ich habe immer Leute getroffen, die noch lachen konnten"