Montag, 23. Juni 2014

natürlich sind Niederlagen bitter....

 ... und natürlich tut es weh, wenn Träume platzen, doch geschlagen heisst nicht besiegt.... 
An dieser Stelle mag ich gar nicht grossartig philosophieren, von Fussball verstehe ich zu wenig um qualifizierte Kommentare abzugeben, ausser dass meine Liebe zu unseren Jungs ungebrochen, vielleicht sogar noch stärker ist, denn wie heisst es so schön: liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten!
Die Drachen waren die letzten zwei Tage Zielscheibe auf allen sozialen Netzwerken und mussten viel Kritik, Häme und Spott aus den eigenen Reihen ertragen. Wer das letzte Spiel gesehen hat, weiss dass die Kritik nur zu einem kleinen Teil berechtigt war. 
Ein Status auf facebook, der mir besonders gut gefallen hat, kam von Muhamed Mešić, der sich finde ich am besten zur Niederlage gegen Nigerien geäussert hat:
"Ich muss zugeben, gestern habe ich mich sehr geärgert. Über den Schiedsrichter, das aberkannte Tor, die gegnerischen Spieler. Doch dann ärgerte ich mich über mich selber, dass mich das Spiel mehr beunruhigte als die Flut in Bosnien, die hohe Arbeitslosigkeit, dass Kriegsverbrecher mit offenen Armen empfangen werden, dass man den Sieg der bosnischen Mannschaft bei den Paralympics ignoriert, dass wir seit mehr als 20 Jahren belogen und betrogen werden. Darüber sollten wir uns ärgern, nicht über die Niederlage und unsere Drachen. Unsere Drachen sind in Schutzbunkern grossgeworden, wurden aus ihren Heimen vertrieben, sind in der Fremde gross geworden und jetzt spielen sie bei der WM! Was auch immer gestern schief gelaufen ist, wir schulden ihnen ein grosses DANKE! Ich bin stolz, sehr stolz, EURO 2016, wir kommen!

Moram vam nešto priznati: sinoć sam se poslije utakmice nasikirao, pravo. Zbog sudije i ofsajda, zbog taktike, terena, sparine. I malo sam ljut na sebe što me više to nasikiralo – nego to što smo u Brazilu prvaci svijeta po nezaposlenosti, što smo poplavljene zaboravili, ratne zločince dočekujemo a zlatne odbojkaše skoro pa ignorišemo, što nas 20 godina kradu i lažu i šta sve ne. To su sikiracije protiv kojih moramo zasukati rukave. A ova generacija Zmajeva je sjajna, jer su to momci mojih godina odrasli i po podrumima i po raznim dijasporama, koji su stigli do velike Maracane, i šta god sinoć bilo, ko god bio “kriv”, dugujemo im jedno veliko hvala! Ja sam ponosan. Jako ponosan. Euro 2016, here we come!!!

| Preuzeto sa: http://tuzlanski.ba/muhamed-mesic-o-reprezentaciji-bih-jednim-facebook-statusom-rekao-je-sve/
Moram vam nešto priznati: sinoć sam se poslije utakmice nasikirao, pravo. Zbog sudije i ofsajda, zbog taktike, terena, sparine. I malo sam ljut na sebe što me više to nasikiralo – nego to što smo u Brazilu prvaci svijeta po nezaposlenosti, što smo poplavljene zaboravili, ratne zločince dočekujemo a zlatne odbojkaše skoro pa ignorišemo, što nas 20 godina kradu i lažu i šta sve ne. To su sikiracije protiv kojih moramo zasukati rukave. A ova generacija Zmajeva je sjajna, jer su to momci mojih godina odrasli i po podrumima i po raznim dijasporama, koji su stigli do velike Maracane, i šta god sinoć bilo, ko god bio “kriv”, dugujemo im jedno veliko hvala! Ja sam ponosan. Jako ponosan. Euro 2016, here we come!!!

| Preuzeto sa: http://tuzlanski.ba/muhamed-mesic-o-reprezentaciji-bih-jednim-facebook-statusom-rekao-je-sve/

Donnerstag, 12. Juni 2014

- meine Liebeserklärung an die Drachen :-)



Vorab - ich habe NULL Ahnung von Fussball aber ich freue mich total auf die Spiele der bosnischen Nationalmannschaft, denn ich liebe unsere Jungs!
Ich liebe sie, weil sie es besser als jeder Politiker geschafft haben, das Volk zu einen, weil sie das bosnische Trikot mit Würde tragen und mit dem Herzen spielen, ich liebe sie, weil sie Bosnien lieben...
Sieht man sich die Lebensgeschichten unserer Jungs an, dann merkt man schnell, ihr Weg war alles andere als einfach. Geboren in Bosnien, wuchsen sie zum Teil in Europa, USA, Kanada auf, vertrieben vom Krieg, der ihre Familien zur Flucht zwang, ihnen eine glückliche, sorglose Kindheit nahm. So landete Haris Medjunanin mit seiner Mutter und Schwester in Holland, sein Vater wurde im Krieg getötet. Edin Džeko wuchs im besetzten Sarajevo auf,  Bičakčić kam im Alter von 5 Jahren nach Stuttgart. Begović  führte das Schicksal von Deutschland über Kanada nach England. Vedad Ibišević wiederum von der Schweiz in die USA und dann nach Deutschland. Für jedes dieser Länder hätten sie spielen können und doch werden sie am Sonntag das blaue Trikot tragen. Nicht weil sie es müssen, sondern weil es ihnen eine Ehre ist.
Sie werden Geschichte schreiben. Sie werden uns zu Tränen rühren. Sie werden uns zum Jubeln bringen. Sie werden mehr denn je unsere Helden sein, egal wie weit sie kommen!



Donnerstag, 29. Mai 2014

" mit Mostar ist es anders...



von ihm verabschiede ich mich nie... 
Du kannst Mostar zwar verlassen, aber Mostar verlässt Dich nicht.
Mostar geht Dir unter die Haut, fliesst in Deinen Adern, vereint sich mit Dir, ohne dass es Dir bewusst wird. Und dann es ist zu spät, die Sentimentalität zieht Dich für immer in die Richtung Deiner Heimat an den Ufern der Neretva. " sagte mal Aleksa Šantić, geboren am 27.05.1868 in Mostar. 



Ein wundervoller Schriftsteller, der obwohl er im Ausland studierte, die Welt bereiste, doch immer wieder nach Mostar zurückkehrte. Kaum einer findet so wunderschöne Worte für so eine wunderschöne Stadt wie Mostar.  Doch seine Liebe und seine Wehmut galt nicht nur Mostar. 
"Emina" ist ein Klassiker:


Sinoć, kad se vratih iz topla hamama,
Prođoh pokraj bašte staroga imama;
Kad tamo, u bašti, u hladu jasmina,
S ibrikom u ruci stajaše Emina.

Last night, returning from the warm hamam,
I passed by the garden of the old imam,
And lo, in the garden, in the shade of a jasmine,
There with a pitcher in her hand stood Emina.

Ja kakva je, pusta! Tako mi imana,
Stid je ne bi bilo da je kod sultana!
Pa još kad se šeće i plećima kreće…
- Ni hodžin mi zapis više pomoć neće!…

What beauty! By my faith I could swear,
She wouldn’t be ashamed if she were at the sultan’s!
And the way she walks and her shoulders move . . .
–Not even a hodja’s amulet could help me!

Ja joj nazvah selam. Al’ moga mi dina,
Ne šće ni da čuje lijepa Emina,
No u srebren ibrik zahitila vode
Pa po bašti đule zalivati ode;

I offered her salaam, but by my faith,
Beautiful Emina wouldn’t even hear it.
Instead, scooping water in her silver pitcher,
Around the garden she went to water the roses.

S grana vjetar duhnu pa niz pleći puste
Rasplete joj one pletenice guste,
Zamirisa kosa ko zumbuli plavi,
A meni se krenu bururet u glavi!

A wind blew from the branches down her lovely shoulders
Unraveling those thick braids of hers.
Her hair gave off a scent of blue hyacinths,
Making me giddy and confused!

Malo ne posrnuh, mojega mi dina,
No meni ne dođe lijepa Emina.
Samo me je jednom pogledala mrko,
Niti haje, alčak, što za njome crko’!…

I nearly stumbled, I swear by my faith,
But beautiful Emina didn’t come to me.
She only gave me a frowning look,
Not caring, the naughty one, that I’m crazy for her!

Sinoć, kad se vratih iz topla hamama,
Prođoh pokraj bašte staroga imama;
Kad tamo, u bašti, u hladu jasmina,
S ibrikom u ruci stajaše Emina.

Last night, returning from the warm hamam,
I passed by the garden of the old imam,
And lo, in the garden, in the shade of a jasmine,
There with a pitcher in her hand stood Emina.

Ja kakva je, pusta! Tako mi imana,
Stid je ne bi bilo da je kod sultana!
Pa još kad se šeće i plećima kreće…
- Ni hodžin mi zapis više pomoć neće!…

What beauty! By my faith I could swear,
She wouldn’t be ashamed if she were at the sultan’s!
And the way she walks and her shoulders move . . .
–Not even a hodja’s amulet could help me!

Ja joj nazvah selam. Al’ moga mi dina,
Ne šće ni da čuje lijepa Emina,
No u srebren ibrik zahitila vode
Pa po bašti đule zalivati ode;

I offered her salaam, but by my faith,
Beautiful Emina wouldn’t even hear it.
Instead, scooping water in her silver pitcher,
Around the garden she went to water the roses.

S grana vjetar duhnu pa niz pleći puste
Rasplete joj one pletenice guste,
Zamirisa kosa ko zumbuli plavi,
A meni se krenu bururet u glavi!

A wind blew from the branches down her lovely shoulders
Unraveling those thick braids of hers.
Her hair gave off a scent of blue hyacinths,
Making me giddy and confused!

Malo ne posrnuh, mojega mi dina,
No meni ne dođe lijepa Emina.
Samo me je jednom pogledala mrko,
Niti haje, alčak, što za njome crko’!…

I nearly stumbled, I swear by my faith,
But beautiful Emina didn’t come to me.
She only gave me a frowning look,
Not caring, the naughty one, that I’m crazy for her!
(leider habe ich keine gute deutsche Übersetzung gefunden und ich selber traue mich da nicht ran)
 

Montag, 26. Mai 2014

zehn Tage später, Stuttgart rockt...


hier sitze ich am PC und sortiere meine Gedanken und Gefühle: Ich bin übermüdet, erschöpft aber glücklich und dankbar. Denn Stuttgart hat was Grosses auf die Beine gestellt, um den Flutopfern in Bosnien-Herzegowina zu helfen. Was als kleine Facebook-Gruppe "Stuttgart pomaze Bosni" - Stuttgart hilft Bosnien begann, würde ein grösserer Erfolg als wir je gedacht hätten. Es meldeten sich so viele Menschen, die Sachen brachten, so viele, die in Drogerien, Apotheken, bei Ärzten um Spenden bettelten, so viele, die beim sortieren, packen, beladen halfen, dass es unglaublich war... Doch was mich am meisten berührt hat, alle taten das mit einem Lächeln und dem gleichen Ziel: zu helfen! Die letzten Tage waren ehrlich chaotisch, ich habe mehr Zeit im Cafe Gecko, dem Sammelplatz der Aktion als zu Hause verbracht, bin teilweise nachts auf der Couch mit Laptop auf dem Schoss eingeschlafen, mein Handy musste ich viermal täglich laden, aber das war es wert, denn ich habe wundervolle, liebenswerte, herzliche Menschen kennengelernt und zusammen haben wir etwas richtig Gutes hingekriegt. Ich bin glücklich, dass ich Teil von so etwas Wertvollem bin und dankbar, dass ich meinen Teil dazu beitragen darf!

PS: Aus dem ursprünglich geplanten 7,5 Tonner wurde das hier:  

Sonntag, 18. Mai 2014

ein erster Zwischenbericht aus Bosnien


Ehrenamtliche Mitarbeiter des Münchener Vereins Sadake e.V. haben sich gestern vor Ort einen Überblick im Dorf Svrake erste Spenden verteilt. Im Gespräch sagte mir einer von ihnen, dass die Lage katastrophal ist und es an allem fehlt. 
An der Stelle sage ich nur: Jeder Euro hilft!!!