Dienstag, 15. Oktober 2013

wenn Drachen Geschichte schreiben...

Eingebetteter Bild-Link
Sie haben es geschafft! Die Drachen haben Geschichte geschrieben: Bosnien-Herzegowina nimmt zum ersten Mal  an einer Fussball-WM teil. Und nein, es ist nicht "nur" Sport, es ist so viel mehr als das: Die Jungs haben das geschafft, was kein Politiker seit Kriegsende hingekriegt hat: Heute Abend gibt es keine Kroaten, Serben oder Bosniaken, heute Abend sind wir BiH! Und das, genau das haben wir gebraucht, hvala vam zmajevi, zlatile vam se:-)
From the battlefield to football field
Istorijski uspjeh


Donnerstag, 3. Oktober 2013

mein Foto des Tages...

Stuggi Hauptbahnhof
Dieses Graffiti habe ich heute in der Stuttgarter Innenstadt fotografiert und ich überlege gerade ob ich es nicht als Hintergrund verwende, passt es doch perfekt zum Thema Heimat   Ein Satz aus fünf kleinen Worten, hinter denen doch so viel mehr steckt.. Das Gefühl hin- und hergerissen zu sein, im luftleeren Raum zu hängen, irgendwo im nirgendwo... Das Gefühl verschwinden zu wollen, um dann doch zu bleiben - nicht weil man muss, sondern weil man will.

"Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust Besitz." 
Alexander von Villers, Briefe eines Unbekannten

for those who can tell no tales...

ein Film, auf den ich wirklich gespannt bin und der vor kurzem seine Premiere in Spanien feierte ist: "For those who can tell no tales
Die grossartige Jasmila Žbanić, 2006 mit dem goldenen Bären für "Esmas Geheimnis - Grbavica" ausgezeichnet wollte mit diesem Film, einer Mischung aus Fiktion und Doku die "Mauer des Schweigens" durchbrechen und zeigen, dass die Greuel des Krieges auch 20 Jahre nach dem Ende, tiefe Spuren hinterlassen haben. Interessant finde ich wie Jasmila an dieses doch sehr schwere Thema rangeht: In "For those who can tell no tales"  macht sich nämlich eine junge Frau aus Australien auf den Weg nach Bosnien, nachdem sie Ivo Andric gelesen hat. In Visegrad angekommen trifft sie erstmal auf eine Mauer des Schweigens. Erst nach und nach erfährt sie von den schrecklichen Ereignissen, die während des Krieges in Visegrad stattfanden: 



Jasmila Žbanić studierte Theater- und Film-Regie an der Kunstakademie in Sarajevo. Davor war sie als Puppenspielerin am Theater “Bread and Puppet” und als Clown im Lee Delong Workshop beteiligt. 1997 gründete sie mit Freunden gemeinsam die Künstlervereinigung “Deblokada”, mit der sie eine Vielzahl von Dokumentarfilmen, Videoarbeiten und Kurzfilmbeiträgen produzierte und entwickelte oder bei denen sie Regie führte.
Für ihren Debütfilm „Grbavica“ gewann sie bei der Berlinale 2006 den Goldenen Bären für den Besten Film. Ihr zweiter Spielfilm „Na Putu“ (2010) feierte ebenfalls im Wettbewerb der Berlinale Premiere und wurde zu zahlreichen internationale Festivals eingeladen wie z.B. Karlovy Vary International Film Festival, CPH:PIX, Espoo Cine, Doha Tribeca Film Festival u.v.m.
Interview

Sonntag, 25. August 2013

na tenane-style


Treuen Lesern wird sicher schon aufgefallen sein, dass ich nun länger nichts mehr geschrieben habe. Was aber nicht daran liegt, dass mir Themen fehlen, ganz im Gegenteil, sondern schlichtweg die Zeit. Zeit ist momentan mein größter Luxus und das von dem ich am wenigsten habe. Immer wenn ich im Stau stehe (total verlorene Zeit), frage ich mich: Wie machen das die anderen Mamis mit ihren Kindern, Job, Haushalt? Und vor allem wie schaffen es manche neben dem allem auch noch so gut auszusehen, dass man ihnen Kind, Job, Haushalt nicht ansieht? Der Alltag einer vollzeitarbeitenden Mami hat was von Hamsterrad und immer wieder erwische ich mich Sonntag nachmittags nach einer Arbeitswoche und  einem Wochenende zwischen Staubsauger, Wischmob, Spielplatz, Lidl und einem Haufen Bügelwäsche mit dem Gedanken: Wie, schon wieder Sonntag Abend? In dem Moment höre ich dann eine  leise Stimme: hajde, bona na tenane, uradit ces, polako :-) Dieses na tenane ist die Kunst der Langsamkeit, die der Balkanero perfektioniert hat. Alles wird erledigt aber alles zu seiner Zeit. Wozu Hektik? Die Arbeit, die Bügelwäsche usw. wird nicht weglaufen, wozu sich dann beeilen? Das Erstaunliche ist: Es scheint irgendwie zu funktionieren :-) Einatmen, ausatmen - so einfach ist das manchmal und deswegen werde ich heute Nachmittag einfach mal den Haufen Bügelwäsche ignorieren, na tenane einen Kaffee trinken und mir mit meinem 3.0er Schlümpfe 2 im Kino ansehen. In diesem Sinne wünsche ich allen einen entspannten Sonntag-Nachmittag und einen guten, stressfreien Start in die Woche, denn: 





Mittwoch, 10. Juli 2013

es waren 8372...


es waren 8372 Kinder, Jungs, Männer
heute wären sie 
Familienväter
Lehrer
Rechtsanwälte
Handwerker
was auch immer sie wären
sie wären vor allem eins:
am Leben!!!

In Gedanken bei jeder Mutter, Tochter, Schwester
In Gedenken an jedes unschuldige Opfer
Mögen Eure Seelen Frieden finden, Euer Tod nicht umsonst gewesen sein...